Passau - Wien
August / September 2005
Generell & überhaupt![]() Ich konnte mich also ganz auf das Skaten konzentrieren, und das war auch gut so. Das Programm war für einen Freizeitskater wie mich ziemlich ehrgeizig: 340 Kilometer in dreieinhalb Tagen. Direkt aus dem Bus heraus keulten die Ersten los, als gäbe es kein Morgen und erst recht kein Übermorgen und verschwanden am Horizont. Am Abend habe ich dann erfahren, dass die Jungs und Mädels einen Schnitt (!) von 29 km/h gefahren sind. Fing ja gut an. Das war dann schon einmal eine klare Ansage in Sachen Sport. Doch ganz so heiß gegessen wurde es dann doch nicht. Es haben sich schnell Züge mit homogenem Tempo gebildet, in denen man immer noch flott, aber relativ entspannt unterwegs war - wenn man dafür den Blick auf die Donau mit dem auf den Rücken des Vordermanns eintauschte. Nach einigen Kilometern alleine hatte ich dann klare Prioritäten: Windschatten statt Weitblick. Nur so schafft man solche Distanzen, ohne sich zu verausgaben. Und wenn ein gut eingespielter Zug mal richtig in Fahrt kommt, macht's auch noch höllisch Spaß. Der Donauradweg war fast durchweg ein Genuss. Mal direkt an der Donau entlang, mal durch eine parkähnliche Auenlandschaft, selten mit Kontakt zur Straße. Das Donauhochwasser hatte sich noch gerade rechtzeitig zurückgezogen, die Wege waren trocken, sauber und meistens gut asphaltiert. Freundlicherweise sind einige offenbar besonders übele Stellen auf der Schlussetappe nach Wien, die Veranstalter Dirk May mit den Worten "Das wird hart" angekündigt hatte, zwischenzeitlich ausgebessert worden. Der Rad- und Fußgängerverkehr hielt sich trotz des guten Wetters in Grenzen. Die Organisation war hervorragend, der Begleitbus war immer da, wenn man ihn brauchte. Nachdem wir uns durch die 115-Kilometer-Etappe von Aschach nach Ybbs gebissen hatten, waren die beiden letzten Abschnitte nach Wien dann regelrechtes Genuss-Skaten. Die Züge hatten sich eingespielt, Beine und Füße sich in ihr Schicksal ergeben. Der fünfte Tag in Wien stand zur freien Verfügung. Und was machen wir Irren? Skaten. Weiter nach Bratislava. Der Weg war aber wegen unklarer Ausschilderung und gesperrter Brücken nicht ganz einfach zu finden, so dass wir irgendwann kurz hinter Wien umgekehrt sind. Damit erhöhte sich meine Skate-Strecke auf rund 370 Kilometer und die Zahl meiner vergeblichen Versuche, in die Slowakei zu kommen, auf drei (siehe Tschechitalien). Egal - einen Versuch war's wert. Wird ja nicht meine letzte Skate-Tour gewesen sein. Hin und her
2. Tag: Aschach - Ybbs mit Abstecher nach Linz (ca. 115 Kilometer) 3. Tag: Ybbs - Krems (ca. 65 Kilometer) 4. Tag: Krems - Wien (ca. 95 Kilometer) 5. Tag: Wien, Schleife der Donau entlang nach Osten (ca. 30 Kilometer) 6. Tag: Wien - Frankfurt (Bus) mit Besichtigung des Benedektinerstifts Melk Links
Beim nächsten Mal
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![]() Passau - Aschach
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